TRUST – Vertrauen durch Teilhabe: Gemeinsam die Krebsmedizin der Zukunft gestalten
Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 ist eine Ausstellung entstanden, die Einblicke in aktuelle Forschung gibt und zur Mitwirkung einlädt.
Viel kann jede:r selbst tun, um gesund zu sein und zu bleiben. Manche Erkrankungen dagegen liegen nicht in unserer Hand. Seltene Erkrankungen beispielsweise, oder Krankheiten, deren Ursachen in den Genen liegen. Sie zu erkennen und bestmöglich zu behandeln, daran arbeiten Forschende der Charité intensiv. Damit ihnen dabei nichts entgeht, beziehen sie Patient:innen in die Forschung ein. Gewebe, das bei medizinischen Eingriffen entnommen, aber zur Diagnostik nicht mehr benötigt wird, kann unter anderem in der Krebsforschung einen entscheidenden Beitrag leisten. Aus ihm entstehen dreidimensionale Mini-Organe, sogenannte Organoide, personalisierte Zellmodelle oder andere Krankheitsmodelle. Wie das zu einem besseren Verständnis von Krebs und optimierten Behandlungen beiträgt, zeigen Forschende von Charité 3R, EinsteinCenter 3R und Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) im Projekt TRUST. Vertrauen durch Teilhabe: eine Wanderausstellung, Videos, Podcasts und Veranstaltungen für Patient:innen und alle Interessierten.
Orte der Wanderausstellung
-
- bis 25. Juni: Forschungsgebäude „Der Simulierte Mensch“ (Si-M), Charité Campus Virchow-Klinikum (Eröffnung: anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften, 17 Uhr)
-
- Juni bis Mitte Juli: Onkologische Portalambulanz, Charité Campus Virchow Klinikum (27. Juni: Mehrsprachiger Onkologischer Patientenkongress)
-
Juli bis August: Onkologische Portalambulanz, Charité Campus Benjamin Franklin
-
August bis September: Survivors Home, Wilmersdorf
-
Oktober bis November: Campus Charité Mitte im Rahmen der Berlin Science Week
Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre.
Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media- Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.
Förderung
Förderkennzeichen 01WJ2630